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Die Rhintour - Abenteuer und Romantik pur (Teil 2)

von Reiner Liebmann

Mit einem Bild der Kontraste, der alte morsche Wurzelstubben und das frische Schilfgrün am anderen Ufer, erscheint einem der Rhin als ein kleines unscheinbares Bächlein. Er kann jedoch soviel verblüffend schönes bieten, jeden in seinen natürlichen Bann ziehen und Wagehalsigen auch zu einem ungewollten erfrischendem Bad verhelfen!

 

So sind die Verleiher inzwischen mit z.T. 30-jähriger Erfahrung in der Branche voll darauf eingestellt, dass der eine oder andere zur Rückfahrt, nicht nur...  nicht trockenen Fußes - in den Kleinbus einsteigen kann!

 


Im 2.Teil  dieser insgesamt 16 km langen "Rhin - Abenteuer - Erlebnis - Tour" kam ich zwar mit als letzter an, begleitete aber eine arg kämpfende Besatzung, die ich als "alter Hase" auf dem Wasser auch sicher am Ziel angekommen sehen wollte. Es war Bootsmann Lu mit seiner Mama als Steuerfrau aus Dresden.

Welche Hindernisse uns auf der weiteren Strecke bis Zippelsförde erwarteten zeigen die folgenden Bilder. Mit Geduld und unerschrocken wurde von der Dresdener Besatzung der rote, stabile "Plast-Rhin-Kreuzer" durch das wilde und sehr naturbelassene, verholzte R h i n - R e v i e r navigiert.

So kommt es schon mal vor, dass eine andere Bootsbesatzung an den von Motorsägen freigeschnittenen "Zwangsdurchfahrten" ihren Kurs nicht schnell genug anpassen konnte und somit plötzlich quer im Bach vor der Passage und dem Bug der nachfolgenden Freizeitflotte den Anderen Verständnis und Geduld abverlangte. So konnte man zwar mitunter erschrockene Aufschreie, aber nie Schimpfworte, sondern stets helfende Hinweise oder humorvoll gemeinte Ratschläge hören. Es gibt eben auf dem Wasser wohl doch eine andere Atmosphäre und Umgangskultur als im Straßenverkehr. Dies habe ich zu beruflichen Zeiten nicht nur in Berlin doch des öfteren erleben müssen.

Eine sportkameradschaftliche Selbstverständlichkeit an der Umtragestelle war bei allen Freizeitkapitänen erkennbar. So kam der Wunsch nach digitalem Bildaustausch hier ohne Netz per Bluetooth zustande. Der kleine Kiosk war an dieser Stelle von vielen eine gern genutzte Gelegenheit, die Kräfte und den Mut zur Bewältigung der restlichen Strecke aufzutanken. So ging es bald frisch gestärkt und motiviert, auf die letzten hölzernen Hindernisse zu. Oftmals half es, die vorausfahrenden Boote gut zu beobachten,  um nötigenfalls das Unter- und Überwasserholz besser umschiffen zu können. Aufatmend und noch trocken wurde der Navigationshinweis auf das Ziel in 40 min. registriert.

 

Mit fröhlichem Gesicht und unerwartetem Besuch auf der für einen Moment abgelegten Kelle nahm eine Libelle meine Gastfreundschaft an. Die maritime Ruhe nutzte sie, so wie ich für einen Clip mit der Linse.


Sehnsüchtig von den Verleihern erwartet gingen nach einer 5-stündigen Tour, die Boote an Land. Auf der Rheinsberg-Rückfahrt erfuhr ich vom Busfahrer des Verleihers, dass es auf der Strecke heut' leider doch eine "Wasserung" gab, verursacht an einer Durchfahrtsblockade von Anderen.

Nun wird ein Handy mehr von Neptun abgehört.

Ich dachte so: "Oh-oh, die vielen schönen Bilder, das wäre doch sehr, sehr schade - oder?"

 


Mit wassersportlichem Unternehmungsgeist hoffe ich, den ansteckenden Rhin-Virus-Gedanken geweckt zu haben!

In diesem Sinne: "Seid nett zum Rhin", sagt

euer Wassersportfreund Reiner


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