Gefällt👍2
*Text: M. Helmer* *Fotos: M. Helmer*
Mit der Jugend mal ein anderes Gewässer bepaddeln, wenn möglich mit schönem Wetter.
Das war der Wunsch der Übungsleiter.
Wurde der Wunsch erfüllt?
Naja, Petrus war nicht ganz so gut drauf. Ich fass es mal zusammen:
Durchwachsen mit Sonne, Wind und Regen. Aufgrund der etwas höheren Temperaturen blieb uns zumindest Schnee erspart.
Und jetzt der Reihe nach. Am Freitagnachmittag haben wir uns am heimatlichen Bootshaus getroffen, um unsere diesjährige Jugendfahrt zu starten.
Nachdem der Bootsanhänger beladen war, ging es ans Kofferraum-Tetris. Eine sehr gute Übung um
Rauminhalt des Kofferraums, Gepäckvolumen, geometrisch unförmige Kunstwerke und räumliche Vorstellungskraft in Einklang zu bringen. Ein zurückgelassenes Reserverad später ging es auf die Reise.
Die Fahrt verlief relativ unspektakulär. In Berlin selbst erweiterten wir unsere Ortskenntnis.
Wer Berlin kennt, weiß um die Baustellenlage im gesamten Stadtgebiet. So kam es zu ein, zwei Missverständnissen zwischen virtuellem Navi und der realen Verkehrsführung. Dennoch kamen wir
zügig voran und der Tegeler Kanu-Verein war bald erreicht.
Wir entpackten die Fahrzeuge und nahmen das Gelände in Beschlag, ein Einkaufsteam bestehend
aus Chantale, Philipp und Marko macht sich auf den Weg zum nahegelegenen Supermarkt.
Zum Abendessen sollte es die Klassiker geben. Also alles vom Grill, vom....Elektrogrill.
Die Entscheidung von Thomas den Grill mit einzupacken erwies sich als goldrichtig.
Petrus war uns dieses Wochenende vor allem Spätnachmittags / Abends nicht ganz so wohl gesonnen und
schickte zur besten Grillzeit Regentropfen vorbei.
Eine verregnete Nacht später empfing uns eine wirklich schöne Morgensonne.
Das Frühstück wurde durch das Einkaufsteam besorgt und der Tisch eingedeckt.
Gut gesättigt wollten wir unsere Tour über den Tegeler See starten.
Aber..... meistens kommt es anders, so auch heute. Durch einen Zufall machten wir Bekanntschaft mit einem Mitarbeiter der Kanu Connection Berlin, einem Fachgeschäft für Paddelsport. Da unser Vorstand schon länger über die Ersatzbeschaffung von Einer-Kajaks nachdenkt, und eine Förderung in Sicht ist, nutzten Thomas und Philipp die Chance und besuchten den in der Nähe gelegenen Shop. Das Ergebnis dieses Besuches wird später veröffentlicht.
Für den Rest unserer Gruppe war Warten angesagt und nach einer gefühlten Ewigkeit ging es endlich los.
Auf dem See angekommen empfingen uns Wellen, Wind und eine Aussicht die genossen werden wollte.
Während wir in Ufernähe den See erkundeten, bekamen wir während einer kleinen Pause tierischen Besuch.
Mama Ente und ihre Küken hatten keinerlei Scheu und schipperten zwischen unseren Booten hin und her.
Allzu lang wollten wir nicht verweilen, also bekamen unsere Paddel wieder Seewasser zu spüren. Wir paddelten weiter entlang der Küstenlinie, vorbei an Booten die sich mal wie neu und mal wie ein Seelenverkäufer präsentierten.
Der Weg führte Richtung Havel, der wir nun ein Stück gen Norden folgten und nach einer Gelegenheit zur
Mittagspause Ausschau hielten. Das sich dieses Vorhaben trotz Enttäuschung in einen Glücksfall wandeln sollte, ahnten wir noch nicht. Es war nicht einfach etwas zu finden, und nachdem Thomas an einer Hotelterrasse nachfragte bekamen wir einen heißen Tipp: "Noch ein kleines Stück weiter rauf gibt es einen kleinen Sportverein mit Außerhausverkauf". Ein Stelle zum Anlanden war schnell gefunden und der Duft von frisch gegrilltem wehte um unsere Nasen. Wir entdeckten dann auch den dazugehörigen Grill.... Allerdings fand eine
geschlossene Gesellschafft statt, und so zogen wir mit leerem Bauch von dannen.
Wir entschieden uns aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit für den Rückweg Richtung temporäres Zuhause.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Strandbad vorbei und so wuchs die Idee, es dort mit dem Essen zu versuchen. Leider war der Strandabschnitt für Wasserfahrzeuge gesperrt und eine vernünftige Stelle zum Anlanden nicht vorhanden. Da der Strand vom DLRG überwacht wird, wollten wir an ihrer Station nachfragen ob ein Anlanden im Randbereich des ohnehin verwaisten Strandes möglich wäre. Nachfragen war aber nicht einfach, so war zwar eine Türe offen, ein RTW stand ebenfalls bereit, aber kein Personal in Sicht.
Nach kurzem Warten paddelten wir endgültig zum "Heimathafen" zurück.
Geplant war nun, die Überbleibsel des Grillabends aufzuwärmen. Es war ja ausreichend da.
Jetzt kommen wir zum bereits erwähnten Glücksfall. Keine halbe Stunde nachdem wir die Boote verlassen haben, meinte Petrus zum wiederholten Male seine Schleusen zu öffnen. Hätten wir unterwegs dinieren können, wären wir ordentlich geduscht angekommen. Den restlichen Nachmittag bis zum Abendessen verbrachten wir dann im Wechsel zwischen Vereinsraum und Außengelände. Das Abendessen konnten wir heuer jedoch an langer Tafel im Freien (und vom Holzkohlegrill) genießen. Petrus war am Abend besser gelaunt und wir konnten bei mäßigem Wind noch einen Abendspaziergang machen.
Die Nacht zum Sonntag war wieder nass und sehr windig, auch der Morgen war wechselhaft und so entschlossen wir uns nach dem Frühstück auf die obligatorische kurze Sonntags-Ausfahrt zu verzichten und das Bootshaus zu reinigen. Danach packten wir unsere Zelte und wiederholten das Kofferraum-Tetris.
Die Heimreise war reichlich still, die Kids waren doch sehr müde und schliefen schnell in den Autos ein.
Wieder in Aken wurden die Boote auf ihre Liegeplätze gebracht und die Kinder nebst Gepäck an die Eltern übergeben.
Ein viel zu kurzes Wochenende ging damit zu Ende und ich hoffe unser Trainingslager Mitte August wird genau so toll. Petrus...dein Auftrag ist klar, das 3. Wochenende im August ist Schönwetter angesagt.




































