Brotkrumenspur - Mathias auf Reisen

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*Text: M. Döbbert*  *Fotos: M. Döbbert*

Rentner ohne Rast und Ruh? Stimmt und stimmt nicht, unser Mathias verbindet Wanderpaddeln für die körperliche Ertüchtigung mit Ruhe und Entspannung an Land. Das Ziel seiner Reise wird noch nicht verraten.

 

Eine Nachricht, die per Whatsapp  die Redaktion erreichte, lautet in verkürzter Darstellung:

"Hallo Marko, meine Tour schreitet voran. Das Boot ist dicht und ich mühe mich redlich. Wenn du die Fahrt auf der Website begleiten möchtest, kannst du dies gern tun. Ich lege regelmäßig eine Spur aus Brotkrumen per Whatsapp."

Lieber Mathias, deine Reise zu begleiten wird mir eine Freude sein. Ich wünsche Dir gutes Wetter, allzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel und ganz wichtig: ein trockenes Boot.


 

 

 

Die erste Etappe ging bei heftigem Gegenwind bis hinter Magdeburg. Mit über 10 km/h am Domfelsen vorbeigeschossen.


 

 

 

Starke Winde und übler Wellengang an Tag 2 und 3.

 

Doch Hurra! Tangermünde ist erreicht.


 

 

 

Ab Tangermünde ist die Elbe wie ausgewechselt.

 

Spiegelglatt.


 

 

 

 

Mittags hungrig in Wittenberge eingetroffen.

Ein Steak, ein Steak, ein Königreich für ein Steak!

Mein Königreich bin ich nicht losgeworden.

Die einzige Gaststätte im Ort hatte Ruhetag.


 

 

 

Biwak an der Elbe. Eine Insel ganz für mich allein, in Besitz genommen, den Enten abgetrotzt.


 

 

Am 6. Tag erreiche ich 230 km reicher Dömitz.

Hier verlasse ich die Elbe, nicht ohne ihr zum Abschied noch ein paar Zeilen zu widmen.


Die Elbe, liegt heut spiegelglatt,

als wäre sie aus Glas.

Sie zieht und schiebt,

was sehr beliebt,

kein Sturm der röhrt,

kein Guss der stört.

Da macht das Paddeln Spaß.

Die Sonne lacht und glaubt sogar,

sie könnte mich kurz grillen.

Dagegen gibt es Longarm-Shirts und

dunkle Sonnenbrillen.

Nach Tagen voller Wellengraus,

da spielt der Fluss nun graue Maus.

Der Kenner schweigt, der Neuling keift,

hält über ihn Gericht er.

Mein lieber Freund,

das sind doch nur

der Elbe zwei Gesichter.

 

 

 

In Kürze öffnet sich für mich das (Schleusen)Tor

zur Mecklenburgischen Seenplatte.

ob es jetzt einfacher wird?

Wohl kaum.


Vor Grabow hing ich mit einer Clique 14-jähriger ab.

Man hatte mich zum Bad eingeladen. bei 33 Grad war das äußerst willkommen. Ich durfte die Badestelle mit ihnen teilen. Das Wasser war erfrischend kühl.

Man kam ins Gespräch. Über das Woher und Wohin, über ihre Heimatstadt, Ausbildungswünsche und den Wert und Nutzen von Berufspraktika. Und natürlich über die anstehenden Ferien und das Reisen.


Zum Abschied schärften sie mir noch ein, schön vorsichtig weiterzufahren.

Nette Teenager in Mecklenburg.

 

 

to be continued...


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