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Von der Elbe an die Bode 16. April 2016

von: Mathias Döbbert

Auf der „Speisekarte“ des Kanuclubs Aken stand an diesem Sonnabend ein besonderes Schmankerl, die Wanderfahrt Bode. Im Grunde handelte es sich jedoch um eine kombinierte Bode-Saale-Fahrt. Für die Mehrzahl der am Bootshaus versammelten Mitglieder war die Bode „terra incognita“ – unbekanntes Land. Entsprechend erwartungsvoll blickte man dem Ausflug entgegen.

Schnell waren die Boote verladen und es waren zwei Bootsanhänger und drei Kleinbusse, die von Firma Taxi-Franke gestellt wurden, notwendig, um Mann und Maus an den Ausgangsort der Reise zu bringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, das gut versteckte Bode-Tramp-Camp in Staßfurt zu finden, ging es zügig an die Vorbereitungen. Es wurde entladen, Zubehör verteilt, verzweifelt nach Paddeln gesucht und das obligatorische Starter-Frühstück eingenommen. Pessimisten zogen die Spritzdecken auf, Optimisten fuhren ohne. Boot für Boot wurde zu Wasser gelassen bis sich die stolze Armada dem Gruppenfoto präsentierte. Da staunten die Staßfurter sicher nicht schlecht.

 

Mit wohlgestärkten Mannschaften  glitt dann ein Kajak nach dem anderen sowie unser kleiner Canadier mit der Strömung Richtung Saale. Die Bode überraschte angenehm mit kurvenreichen und idyllischen Abschnitten und einer streckenweise beachtlichen Strömung. An zwei „Stromschnellen“ war freudig-ängstliches Juhu zu vernehmen, gleich dem Kinderreim: „... und die Kleinen jauchzten froh, denn das Boot, das schaukelt so..“. Lediglich das Niedrigwasser des Flusses ließ stecken gebliebene Baumreste und Treibgut zu vorsichtig zu umrundenden Hindernissen werden. Friedlich glitt die Flotte am Hohenerxlebener Schloss vorbei und entlang des Neugatterslebener Schlossparks. Erst kurz vor Nienburg musste am Wehr ein Stopp eingelegt werden. Ein guter Grund, noch einmal die Marschverpflegung hervor zu holen.  Routiniert angelten wir die Kanus und deren Besatzungen aus dem Wasser und setzten unterhalb des Wehrs geordnet wieder ein. Das Städtchen Nienburg durchquerend waren schicke Wasser(Freizeit)-Grundstücke zu bestaunen. Auch Vogelliebhaber kamen auf ihre Kosten. Schwäne und Stockenten, Storch und sogar ein Eisvogel kreuzten unseren Weg. Hinter Nienburg mündete die Bode in die Saale. In Tippelskirchen, unterhalb der Calber Saalebrücke beendeten wir unsere Kanutour. Und obwohl viel über das Wetter geunkt wurde und sich schwarze Gewitterwolken am Horizont drohend auftürmten, blieben wir nicht nur von Regenschauern verschont. Klärchen belohnte unsere Wandergemeinschaft sogar mit ihrem schönsten Lächeln.

Pünktlich wurden wir mit den Taxen wieder abgeholt und in Null Komma Nix waren wir wieder zurück am Boothaus in Aken, unserem Heimathafen. Die Bode hat uns begeistern können und ist auf jeden Fall auch einen erneuten (kollektiven oder individuellen) Ausflug wert.

Ob als Aufwärmübung für Vielpaddler oder Saisoneinstieg für Gelegenheitsfahrer, die Bodefahrt bleibt ein Leckerbissen in der Veranstaltungsreihe unseres Clubs.

 

*Fotos by Franz Porsche, Rene Haude, Thomas Berger, Fam. Schurz*


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