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Wochenendtrip durch eine der schönsten Regionen der Elbe

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von Denis Hauptvogel.

Im letzten Jahr beschlossen Yvonne und René Haude und ich, dass wir 2017 eine gemeinsame Paddeltour unternehmen. Welche Tour und wann stand für uns ziemlich schnell fest, alles andere wurde 14 Tage vor dem Start geplant und organisiert.

Am 08. Juni starteten wir nach Feierabend mit dem fertig gepackten Auto und den am Vorabend verladenen Booten „Mauselein“ und „Schnubbse“ Richtung Schmilka nahe der deutsch-tschechischen Grenze. Dort nach circa 3 Stunden angekommen bezogen wir 3 die „Hohe Liebe“ in der Pension „Bergfriede“ für die Nacht vor dem Start des Paddelabenteuers. Am darauffolgenden Morgen frühstückten wir ausgiebig, bei dem wir noch mit einem Paar Radlern, welche auf dem Weg von Prag nach Fehmarn waren, ins Gespräch kamen.

 

Wir luden die Boote vom Auto, trugen sie zum Wasser hinunter und packten sie und stiegen bei herrlichem Sonnenschein ein und paddelten Richtung dem für diesen Tag gesetzten Etappenziel „Dresden“. Im Kurort Rathen machten wir Rast und tranken ein zwei Radler unterhalb der Bastei, zuvor passierten wir den Lilienstein und die Festung Königstein. Nachdem ein Raddampfer der „Sächsischen Dampfschifffahrt“ in Rathen festgemacht hatte legten wir wieder ab und es ging weiter durch das wunderschöne Elbsandsteingebirge.

Nach der Stadt Wehlen wurde es etwas ruhiger, was die Flut an naturellen Eindrücken angeht. Es ging vorbei an Pirna, dem ab Elbkilometer 40 schon sichtbaren „Schloss Pillnitz“, der Schifferkirche Hosterwitz und der Laubegaster Werft, wo die Dredner Raddampfer gebaut wurden zum Bootshaus des VKD e.V. (Verein Kanusport Dresden e.V.), wo wir die Nacht in einem Tipi verbringen sollten. Wir wurden gastfreundlich empfangen, uns wurde das Gelände gezeigt und wir machten die Rechnung mit dem Verantwortlichen, um am nächsten Morgen mit dem Start unabhängiger zu sein.

 

Am Samstag waren wir 3 bei Zeiten wach, machten uns frisch und frühstückten. Dabei lernten wir 2 Meteorologen kennen, die wir in Meißen wieder treffen sollten. Es war wieder wunderschönes Wetter, wie schon am Vortag. Aus weiterer Ferne ragte die Frauenkirche dem Himmel empor. Wir passierten die Anleger der „Sächsischen Raddampferflotte“, die Altstadt von Dresden und den sächsischen Landtag bevor es wieder etwas ruhiger wurde. Unweit von Meißen wurde es wieder etwas bergiger und man bemerkte schnell, dass man nun in die östlichste Weinregion Deutschlands kam. In Meißen angekommen, wurden wir erneut von einem Raddampfer begrüßt. Während Yvonne und René unsere Anmeldung im SG Kanu Meißen e.V. vornahmen und einen Bootswagen, aufgrund von Niedrigwasser, mitbrachten übernahm ich die Bootswache. René und ich bauten das Zelt auf und Yvonne holte für uns die Oberelbemedaille (Medaille aus echtem Meißener Porzellan, die man vom hiesigen Verein gegen einen kleinen Obolus bekommt, wenn man die Strecke von Schmilka bis Diesbar-Seusslitz zurücklegte), bevor die beiden das Auto von Schmilka holten und ich die Sonne etwas genoss.

Als wir wieder zusammen und frisch geduscht waren, wagten wir den Aufstieg zur Burg, wo es im Domkeller, laut einem Tipp, das beste Essen geben sollte. Wir bestellten uns je ein Glas Wein und Schweinsbraten vom Meißener Landschwein. Nicht nur Wein und Essen haben geschmeckt sondern wir hatten auch, den schönsten Ausblick über Meißen. Nach ein paar weiteren Getränken, ging es wieder bergab zu unserem Nachtlager, wo noch kurz der Plan für den nächsten Tag gemacht und dann in die Schlafsäcke gekrochen wurde.

 

Am nächsten Morgen wurden wir erneut von herrlichem Sonnenschein geweckt, wir frühstückten, packten das Auto, ließen die Boote zu Wasser, wo René bewies, dass die Schnubbse so leicht ist, dass man sie auch allein tragen kann und verabschiedeten Yvonne, die die letzte Etappe mit dem Auto zurück legte, während René und ich die beiden Zweier über die Elbe jochten. In Seusslitz angekommen, nahmen wir die Kajaks aus dem Wasser, wuschen sie und luden sie auf das Auto und es ging heim.

 

Ich möchte mich für das wundervolle Wochenende bei meinen Sportfreunden Yvonne und René Haude, sowie bei der Pension „Bergfriede“ und den Vereinen VKD e.V. und SG Kanu Meißen e.V. bedanken und wäre gern für eine Wiederholung bereit.

 

*Fotos by Fam. Haude*


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