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Trainingslager Jugendgruppe am 12.-14.08. 2019

 von Marko Helmer.

Alle Jahre wieder heißt es nicht nur zur Weihnachtszeit, auch das Trainingslager unserer Jugendmannschaft hat einen festen Platz im Kalender. Die ersten beiden Tage der letzten Sommerferien-Woche sind für Camping, Paddeln und Lachen reserviert.

Am Montag, kurz nachdem die Glocken mit hellem Klang die Mittagszeit verkündeten, trudelten langsam alle Teilnehmer ein. Es wurden erst einmal, nach wenigen Irrungen und Wirrungen (an denen ich nicht ganz unschuldig war), die Zeltpaarungen bestimmt und die Behausungen errichtet.

Bei Wurfzelten ist das bekanntermaßen kein Problem, aber sobald ein paar Stangen das Zelt stabilisieren, hat man viele Grundlagen für lebhafte Diskussionen. Nachdem man sich einig war, welche Stange und welcher Gurt wohin gehörten, lief alles wie am Schnürchen und man konnte bald seine Matratze aufpumpen um, nachts auch angenehm zu liegen.

 

Ein Trainingslager soll ja herausfordernd sein. So dachte auch unser Jugendwart Thomas Berger. Er machte kurzerhand ein Arbeitsla….., sorry, einen Arbeitseinsatz draus. Da das Sommerfest des Vereins anstand, hatten wir als Jugendmannschaft die Möglichkeit uns zu bedanken, zum Beispiel für die tolle Erfahrung des Wildwasserraftings. Also griffen wir zu allerlei Werkzeug und säuberten die Sitzecke, schnitten die Hecke, beseitigten Spinnweben am Haus und fegten mal ordentlich durch.

Nach getaner Arbeit ist eine Grillwurst schon etwas Leckeres, ein Steak auch nicht zu verachten. Also wurde den Grill eingeheizt, um unsere Energiespeicher wieder zu füllen. Manche brauchten noch einen Extraschub und grillten Marshmallows, wobei es ein paar Hartgesottene gab, die einen Extra-Extrakick benötigten und sich S’Mores zusammenbastelten (Sandwich aus Keks mit Schokolade und Marshmallow). Eine echte Bombe an Geschmackspunkten, also an ... Kalorien.

 

Das Abendprogramm wurde ebenfalls von Thomas organisiert, und stand unter dem Motto „Erste Hilfe – wir sind dabei“. Unter der fachkundigen Anleitung von Elisabeth Reinicke und ihrer Unterstützung Sabrina, lernten wir wie man Kopfverbände, gelenkstützende Verbände anlegt und Pflaster zuschneidet, um auch den fiesesten Schnitt in den Fingerspitzen zu versorgen. Entspannter ging es dann für unsere Opferdarsteller zu. Sie durften sich in die Bewusstlosigkeit begeben und wurden dann stabil auf der Seite gelagert. Die anschließende Fragerunde zeigte die rege Phantasie unserer Jugend, wenn es um mögliche Unfallszenarien geht. Dennoch wurden die Fragen, auch in großer Runde, mit möglichen Lösungen beantwortet. 

 

Mit fortschreitender Dunkelheit und nach zwei sehr lehrreichen Stunden ließen wir den Abend ausklingen. Einige sahen sich ein Filmchen an und andere sorgten für behagliche Wärme an der Feuerschale. Es wurde bis spät in die Nacht geflachst, gequatscht und gefachsimpelt.

 

Der Dienstag begann mit einem ausgedehnten Frühstück bei schönstem Sonnenschein und ruhiger Elbe. Doch schon beim Beladen des Bootsanhängers frischte der Wind leicht auf. Unser ursprünglicher Plan, am Kornhaus in Dessau die Boote ins Wasser zu setzen, wurde von eigenartigen Straßenführungen und Abbiegemanövern durchkreuzt. So landeten wir in Roßlau und starteten dort.

 

Zwischenzeitlich war nicht mehr viel vom Sonnenschein übrig, dafür kam immer mal wieder etwas mehr Wind auf. Trotzig stemmten wir uns dagegen. Die Elbe zeigte uns ihre vielen Facetten, mal ganz ruhig, zum Träumen einladend, dann wieder stürmisch mit ordentlich Wellengang. So kämpften wir uns bis Brambach voran und legten eine Pause ein. Ein paar Snacks später machten wir uns wieder auf den Weg und ahnten nicht was uns noch erwarten würde. Die Fähre schon im Blick, schlug Aiolos richtig zu und bescherte uns einige Zwangspausen in den Buhnen, um nicht von Wind und Wellen wieder flußaufwärts gedrückt zu werden.

Reichlich abgekämpft trafen alle Paddler nach und nach am Bootshaus ein, die Boote wurden gereinigt und verstaut, und wir freuten uns auf das Mittagessen. Nudeln und Tomatensoße futtert ja fast jeder gern.

Eine lange Erholungspause später entschieden sich einige, noch eine Nacht zu bleiben. So fand nur ein Zelt den Weg zurück in die Tasche. Der restliche Nachmittag und auch der Abend wurden zum Entspannen und Reden genutzt.

Es waren zwei schöne Tage, die wir zusammen erlebt haben und ich bin sicher, im nächsten Jahr wird es genauso schön.

 

*griechischer Gott der Winde 

*Fotos by Marko Helmer*



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